Aktuelle Trends

Mobilität wird auch zukünftig immer wichtiger werden – sie ist einer der Megatrends. Die Menschen wollen schneller, bequemer, öfter und weiter reisen. Doch verursachen diese gestiegenen  Mobilitätsanforderungen auch immer größere Probleme.

In der BRD werden 29% der Endenergie für den Verkehr eingesetzt. Dies wirft unter anderem Fragen der Rohstoffverfügbarkeit und des Klimaschutzes auf. Deshalb wird es immer wichtiger werden möglichst effiziente Wege zu finden um unsere Mobilität zu sichern. Beispielsweise stellt der berufsbedingte Verkehr eine der größten Herausforderungen dar: Im Mittel werden über 230 Millionen km täglich von Pendlern zurückgelegt und dabei 18 Millionen Liter Kraftstoff verbraucht. Die Luft- und Aufenthaltsqualität  in den Städten verschlechtert sich, da große Flächen für Parkplätze und Straßen verloren gehen – beides Nutzungen nur wenige Male am Tag ausgelastet sind.

Viele Städte haben das Problem bereits erkannt und wirksame Strategien entwickelt. Ein wichtiges Schlagwort in diesem Zusammenhang ist das „Mobilitätsmanagement“. Dabei geht es darum, die Aspekte Mobilitätsbedarfe und -angebote sinnvoll zusammen zu bringen. Im Teilbereich des „Betrieblichen Mobilitätsmanagements“ kann es beispielsweise darum gehen, dass den Beschäftigten Alternativen zur Abhängigkeit vom eigenen PKW für die Anreise zum Arbeitsort ermöglicht werden.

Großes Potential bieten all die Strecken, die unter 5-10 Kilometern liegen, da diese grundsätzlich auch mit dem Fahrrad gut zu bewältigen sind. In vielen Städten zeigt sich dieser „Wechseltrend“ bereits. Zugegeben: Für Kaiserslautern können die Steigungen eine Herausforderung sein, doch in Verbindung mit elektrischen Antrieben, wie z. B. bei Pedelecs, ist die hügelige Anreise mit dem Rad keine schweißtreibende Angelegenheit mehr. Den Aktionsradius erweitert das Pedelec zusätzlich.

Für längere Wege sind auch Fahrgemeinschaften und ein gut funktionierendes Nahverkehrsangebot eine Alternative. Dabei stehen Zuverlässigkeit und Erreichbarkeit einen hohen Stellenwert für die Kunden ein. Die Abhängigkeit vom Wetter kann durch diese Angebote ebenfalls verringert werden und dadurch die „Wetterlücke“ beim Fahrrad schließen.

Die gegenwärtig stärkste Herausforderung besteht nun darin, diese verschiedenen Verkehrsmittelnetze aufeinander abzustimmen, damit dem Kunden annähernd jederzeit ein möglichst passendes Mobilitätsangebot zur Verfügung steht. Städte wie beispielsweise Kopenhagen nehmen hier aktuell eine Vorreiterstellung ein, da Öffentliche Nahverkehrsangebote mit Fuß- und Radwegen sowie CarSharing-Angeboten (hier: Stationen) aufeinander abgestimmt sind.

 

 

Im Wesentlichen geht es künftig darum, dass Mobilität effizienter und zukunftsfähiger wird. Dies bedarf ein Umdenken bei allen Beteiligten bezogen auf das Mobilitätsverhalten und eine bewusstere Nutzung verschiedener Verkehrsmittel. Mobilität wird deshalb zukünftig:

  • Multimodal werden, bedeutet: „heute dieses, morgen jenes Verkehrsmittel“,
  • Intermodal werden, bedeutet: „um ein Ziel zu erreichen, werden verschiedene Verkehrsmittel kombiniert“,
  • Energie- und wegeeffizienter werden: Kürzere Wege durch bessere Siedlungsstruktur auf der einen und energieeffizientere Mobilitätsangebote auf der anderen Seite,
    • Bündelung von Menschen mit dem gleichen Ziel zur gleichen Zeit,
    • Mehr auf Muskelkraft setzen, das Radfahren und zu Fuß gehen attraktiver machen,
  • Virtuell stattfinden, da dank moderner Kommunikationstechnik einige Wege überflüssig werden.
  • Elektrisch werden, da diese Antriebe einen höheren Wirkungsgrad haben und lokale Emissionen vermeiden,
  • Teilkonzepte berücksichtigen, bei denen Verkehrsmittel, z. B. wenige Autos von vielen Menschen gemeinsam genutzt werden (bsp. CarSharing),
    • nur hierdurch wird Mobilität flächensparsamer und
    • öffentliche Räume für andere Nutzungen, z. B. Spielplätze oder Aufenthaltsflächen wieder zugänglich.

Aber auch das Bewusstsein für Mobilität wird sich ändern, durch ein mehr Information, Beteiligung und Marketing.

Dies sind die aktuellen Ansätze, weitere, die mit Vernetzung und autonomen Fahren zusammenhängen, werden noch weitaus größere Veränderungen im Mobilitätsbewusstsein hervorrufen und nicht zuletzt die Frage aufwerfen, ob Mobilität ein öffentliches Gut ist. So oder so beginnt die Veränderung im Kopf und der Bereitschaft sich auf Neues einzulassen.

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